Gemeinsame Ursache

Alle auf den folgenden Seiten beschriebenen Hautveränderungen haben eine Gemeinsamkeit: die Hautoberfläche ist flächenhaft oder punktuell mit fettigen Schuppen bedeckt und das darunter liegende Gewebe ist teilweise entzündet. Ausgangspunkt ist eine Talgdrüsenüberfunktion = Seborrhoe, das heißt, eine zu dichte Sebumschicht überzieht die Haut wie eine Lackschicht.

Besonderheit

Das Besondere ist, dass die menschliche Talgschicht im gesamten Kopfbereich eine in der Natur einmalige Zusammensetzung hat. Nur hier findet man ca. 12-15 % Squalene (1), ein Zwischenprodukt bei der Cholesterin-Synthese. Über die Bedeutung von Wachsestern (1), die mit ca. 25-28 % ebenfalls vertreten sind, wird derzeit überwiegend nur theoretisch diskutiert.

Herausforderung

Eine zusätzliche Herausforderung für die Haut entsteht durch ihre teilweise Abdeckung durch Lipide und Talg. Von Abbauprodukten der Squalene ist außerdem bekannt, dass sie entzündliche Prozesse auslösen (1). Die Tatsache, dass aus den anfänglichen Fettschuppen feste Krusten werden, ist nicht neu. Die bisherigen Behandlungsmethoden waren häufig unbefriedigend.

Erfahrungen

Der Effekt, den die Regulierung der Talgschicht für das darunter liegende Gewebe hat, ist bisher in Fallberichten von verschiedenen Hautkliniken und niedergelassenen Praxen sehr positiv beschrieben worden. Rückmeldungen von Selbsthilfegruppen und eine Anwenderbefragung bestätigen diese Erfahrungen.

Alternative

Ein einfaches, natürliches Problem mit natürlichen Mitteln zu lösen, ist auf jeden Fall eine sehr interessante Möglichkeit zur natürlichen Hautpflege für viele Betroffene. Besonders gilt dies für einen Bereich, der als "difficult-to-treat-area" in den Behandlungsleitlinien der DDG für die Psoriasis des behaarten Kopfes beschrieben wird.

(1) Quelle: "Sebacous gland lipids" Marco Picardo et al. Dermatoendocrinolog. 2009 March-April